Im Haus der inneren Ausdehnung

Manchmal ist Weite da.
Und mit ihr tauchen Dinge auf.
Gedanken.
Impulse.
Fragen.
Leise Vorhaben.
Sie liegen nicht ungeordnet.
Sie liegen einfach da.
Wie Dinge,
die bereitliegen,
bevor ein Weg beginnt.
Dieser Raum ist ein Ort des Überblicks.
Nicht, um auszuwählen.
Sondern um wahrzunehmen.
Du siehst, was da ist.
Du spürst, was Gewicht hat.
Und was leicht bleibt.
Alles darf sichtbar sein.
Nichts drängt sich vor.
Der Körper bleibt weit.
Der Atem ruhig.
Der Blick offen.
Im Raum des Sich-Ordnens entsteht Abstand
zwischen den Dingen.
Nicht, weil sie getrennt werden.
Sondern weil Raum da ist.
Was später wichtig wird,
zeigt sich leise.
Was mitgehen möchte,
meldet sich von selbst.
Du hältst inne.
Du schaust.
Du lässt liegen.
Wie vor einer Wanderung,
wenn der Rucksack offen ist
und alles noch auf dem Boden liegt.
Der Weg ist noch nicht gegangen.
Und genau darin liegt die Ruhe dieses Raumes.
Hier bereitest du dich vor,
ohne etwas festzulegen.
Der Raum des Sich-Ordnens gehört
zum Ende des Pfads der Weite.
Er schliesst nichts ab.
Er öffnet einen Übergang.
Wenn du weitergehst,
gehst du vorbereitet.
Nicht durch Entscheidung.
Sondern durch Übersicht.
