Der Ort der Weite

Der Ort der Weite entsteht im Gehen.
Er entsteht,
wenn innerer Druck weicher wird.

Hier darf ein Schritt einfach ein Schritt sein.
Verweilen trägt seinen eigenen Wert.

Der Weg hierher kennt Zeit.
Kurven gehören dazu.
Umwege. Kleine Pausen.

Weite zeigt sich im Erkennen.

Häuser stehen verstreut in der Landschaft.
Wie Möglichkeiten,
die sichtbar werden, wenn der Blick ruhiger wird.

Manche wirken vertraut.
Andere treten leise hinzu.
Einige zeigen sich später.

Die Wahl geschieht aus dem Moment heraus.

Der Ort der Weite erlaubt Ankommen.

Licht scheint hinter den Fenstern.
Still. Unaufdringlich.

Ein Zeichen von Dasein.
Hier lebt etwas.

Vielleicht setzt du dich einen Moment.
Vielleicht gehst du weiter.
Vielleicht bleibst du stehen
und bemerkst,
wie dein Atem ruhiger wird.

Der Ort der Weite hält Raum.

Und manchmal geschieht hier etwas sehr Unauffälliges:

Du erinnerst dich daran,
wie es sich anfühlt, loszulassen.
Dich.
Andere.
Dein Leben.

Der Ort der Weite bleibt.

Vielleicht ist genau das sein Wesen:
Er ist da.

Und du bist hier.


🌿 Ein Haus in diesem Ort 


Manche Häuser fallen erst auf,
wenn Gedanken leiser werden.

Eine Tür steht offen genug.

Drinnen ist es still.
Still auf eine Weise,
die sich ruhig anfühlt.

Hier ist Raum zum Sitzen.
Zum Stehen.
Zum Wahrnehmen.

Du bist da, mit dem was ist.

Dieses Haus trägt einen Moment,
in dem Ordnung sich von selbst zeigt.

Manchmal bleibst du kurz.
Manchmal länger.

Beides trägt.

Dieses Haus ist einfach da.